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DS-Begriffsbestimmungen
D/s-Beziehungs-Bezeichnungen - Was bedeuten diese?
[Die Geschlechtsbezeichnungen in diesem Text gehen von einer weiblichen sub und einem männlichen Top aus ... nun, es gilt natürlich in jeder Kombination, aber einen Namen muß das Kind schließlich haben]
Von Lady Galadriel
Es scheint, jeder, der versucht, Informationen über D/s-Beziehungen zu finden, wird bombardiert mit den verschiedenartigsten Bezeichnungen. Um alles weiter zu verkomplizieren, verschiedene Quellen (Bücher, NGs, Menschen, etc.) definieren diese Ausdrücke auf verschiedene Arten. Dieser Artikel versucht, ein breites Verständnis für die verschiedenen Bezeichnungen, ihre Definitionen und wie sie auf deine D/s-Beziehung angewendet werden können, anzubieten.
Lifestyle, D/s, 24/7, power exchange, total power exchange.... was bedeutet jedes davon
und was sind die Unterschiede? Nun, das hängt davon ab. Huh? Es hängt davon ab, wer dich
fragt. Einige sehen diese Bezeichnungen und ihre Standarddefinitionen als fest an.
Entweder du bist es oder nicht. Andere sehen diese Bezeichnungen als einen Startpunkt und
ihre Standarddefinitionen als einen Wegweiser an. Du und dein Partner mögt neu bei D/s
sein, oder ihr habt schon gründliche Erfahrungen, was es ist. So oder so, nur du kannst
entscheiden, was richtig für dich ist und welche Bezeichnung (wenn überhaupt) du für
deine einzigartige Beziehung wählst. Kommunikation ist der Schlüssel zu jeder gesunden
Beziehung. Es kann argumentiert werden, das Kommunikation in einer D/s-Beziehung noch
wichtiger ist.
Lifestyle D/s
Gemäß `Different Loving, The World of Sexual Dominance & Submission' (Brame, Brame and Jacobs, 1996), ,Die Bezeichnung Lifestyle hat keine universelle Bezeichnung in einem D&S-Kontext. Deutlich gesprochen, es bezieht sich nur auf die Einzelnen, die gewählt haben, nur sexuell intim mit anderen D&Slern zu sein. Lifestyle mag ein Statement über die sexuellen Vorlieben oder über Sexualpolitik, es mag die Auswahl von Freunden und Liebhabern diktieren. Lifestyler beschränken neue Freundschaften oft auf andere D&Sler, viele bevorzugen die Atmosphäre einer etablieren D&S-Gesellschaft aus Gründen der Sicherheit, allgemeinen Interessen und Akzeptanz. Eine mehr begrenzte Definition von Lifestyle-D&S wird benutzt, um feste Partner zu beschreiben, für die power exchange eine immer vorhandene Realität in allen Bereichen ihrer Beziehung ist."
In der Hauptsache haben wir zwei Arten von Menschen, die sich als Lifestyler bezeichnen. Die, deren Leben sich stark in und um die öffentliche BDSM-Szene dreht, diese sind vielleicht auch in die Führung einer BDSM-bezogenen Organisation verwickelt, oder nutzen diese Organisationen zumindest.
Die zweite Art sind die, die in eine feste Beziehung mit verpflichtenden Regeln
eingebunden sind. Während die Entstehung solcher Partnerschaften verschieden sein kann
(Ehemann und Ehefrau, Herr und Sklave, etc.), viele D&S-Philosophien und/oder
Aktivitäten sind in fast allen, wenn nicht allen, Aspekten des täglichen Lebens
eingebunden.
24/7
Viele bezeichnen ihre D/s-Beziehung als 24/7. Viele Quellen definieren eine 24/7-Beziehung als das die sub dem Top 24 Stunden am Tag dient, 7 Tage die Woche. Klingt einfach genug, richtig? Falsch! Die Dynamik, wie die sub dem Top dient, variiert stark von Beziehung zu Beziehung. Ist eine 24/7-Beziehung das gleiche wie eine total power exchange(TPE)-Beziehung? Nein. Man kann eine 24/7-D/s-Beziehung haben, ohne das die sub die totale Kontrolle übergibt.
(Mehr über TPE-Beziehungen später im Artikel). Es gibt keine Definition, kein richtig oder falsch (Sicherheitsthemen mal beiseite), wie die sub dem Top dienen soll. Das ist es, wo die Individualität der Beziehung Form annimmt. Um meine Freundin Sara zu quoten: "Wir sehen unsere 24/7-Beziehung so: 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche weiß ich, das er mein Herr ist, und er weiß, daß ich seine sub bin, das ist unsere Basis, der Rest ist unsere Sache zu definieren."
Stell es dir wie ein Kochrezept vor, du hast die Standardzutaten, und du hast die
Möglichkeit, jedes zusätzliche Gewürz hinzu zu geben, das du möchtest.
Erotic Power Exchange (EPE)
POWERotics definiert EPE als: "Erotic power exchange ist jede Situation, in der Partner, aus freiem Willen und Wahl, aktiv und absichtlich, das Machtelement in ihrem Sexualleben auf eine Person vereinigen. (und normalerweise für sehr viel in ihrer Beziehung)"
Dies ist die allgemeine Regel. Wieviel Macht übertragen wird, ob für einen festen
Zeitraum oder als ein fester Bestandteil der Beziehung, sollte zwischen den beteiligten
Partner herausgefunden werden. Wenn du und dein Partner einen festen Machtaustausch
beschlossen habt (z.B. der Herr entscheidet, wie sich die sub jeden Tag anzieht, was es
zum Essen gibt, etc.), dann wird deine Beziehung im Allgemeinen als 24/7 erotic power
exchange bezeichnet.
Total Power Exchange (TPE)
TPE wird oft mißverstanden. Viele Experten in D/s-Beziehungen haben versucht, diesen speziellen Typ von Beziehung wieder und wieder zu definieren. Eine TPE-Beziehung ist eine weiterentwickelte Form einer EPE-Beziehung. Es ist meist klar eine 24/7-Beziehung, es ist ein Verpflichtung, es ist ein totaler und kompletter Austausch von Macht und es ist dauerhaft.
Die Dynamik variiert, im Gegensatz zu den anderen Beziehungsform, nicht.
Die sub überträgt freiwillig/freudig die totale und komplette Kontrolle von jedem
Aspekt seines Lebens auf ihren Herrn. Der Herr kontrolliert jede Aktivität der subs, von
"Was zieht sie an" bis zu "Wann darf sie die Toilette benutzen".
Der Herr kann sie jederzeit strafen, für alles, in jeder Art und Weise die er möchte.
Er kann sie für sein eigenes Vergnügen peitschen, mit dem Instrument und der Härte, die
er gewählt hat.
Alles in der Beziehung ist seine Entscheidung - weil sie jede Entscheidung über sich und
ihr Leben an ihn gegeben hat. Keine Safewords, keine Meinungsverschiedenheiten, keine
Aus-Zeiten, nichts außer seinen Entscheidungen, sein Vergnügen.
Diese spezielle Beziehungsform benötigt auf jeden Fall eine komplette, offene und
ehrliche Kommunikation bevor beide Seite in eine solche Beziehung gehen.
Die sub muß ohne Ausnahme sicher sein, daß es das ist, was sie wirklich jede Stunde
eines jeden Tages eines jeden Jahres leben möchte.
Der Dom muß sich absolut sicher sein, das er vorbereitet ist, diese Menge an
Verantwortung und Macht zu empfangen.
Das Glück, der Wohlstand und der allgemeine Erfolg der sub sind völlig in seine Händen.
Es gibt einen feinen dünnen Unterschied zwischen dieser speziellen Beziehungsform und gefährlichen Beziehungen, der Unterschied ist Zustimmung. Beide Seiten müssen mit klarem Kopf in solch eine Beziehung gehen. Jede emotionale oder mentale Unstimmigkeit (z.B. Depressionen), auch wenn es nur kleine Anzeichen dafür gibt, muß erst von einem professionellen Therapeuten behandelt werden.
Zusammenfassung:
Benutze diese Definitionen als Richtlinie beim Entwickeln oder Fördern deiner eigenen D/s-Beziehung. Wir sind alle Individuen mit einzigartigen Wünschen und Ansichten. Keine zwei Stino-Beziehungen, ob Beziehung oder Ehe, sehen gleich aus. Eine D/s-Beziehung ist da kein Unterschied. Analysiere jedes Informationsstückchen, das du bekommen kannst. Kommuniziere offen und diskutiere deine Wünsche und Bedürfnisse mit deinem Partner. Sei vorbereitet, sie wieder zu diskutieren, wenn deine Beziehung wächst, denn deine Wünsche und Bedürfnisse werden sich sicher ändern. Wende die gewonnenen Erkenntnisse auf deine einzigartige Situation an, und entwickle die Beziehung, die richtig für dich ist.
Quelle: Erklärungen
von Ds, lifestyle, TPE, EPE
deutsche Übersetzung: Bjoern
Eine weitere Beziehungsform ist die sogenannte CIS (=Complete Irrevocable Submission), der Unterschied zur TPE dürfte darin liegen, daß viele Menschen TPE nicht so absolut sehen wie in diesem Text, und daher mit CIS eine Möglichkeit haben, eine Beziehungsform zu beschreiben, in der z.B. die sub alles Eigentum an den Top überträgt, die Beziehung nicht selber beenden kann, etc.
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